Blog Layout

Meditation

6. Januar 2025

Was ist das eigentlich Meditation oder warum mache ich sie regelmäßig?

Oft wird Meditation gleichgesetzt mit Entspannung. Das ist so nicht ganz richtig denn eigentlich ist Meditation eher harte Arbeit. Wenn man sich den 8-stufigen Weg von Patanjali anschaut so entspricht die Meditation der 7. Stufe (Dhyana). Die 6. Stufe ist die Konzentration (Dharana). Und genau das passiert in einer tiefen Meditation, man konzentriert sich auf ein Objekt (die Wirbelsäule, Licht, das dritte Auge...) und dies in kompletter Stille. Die Gedanken sollen so zur Ruhe kommen.


Im Internet gibt es nun unzählig viele Anleitungen zur Meditation. Manche ensprechen allerdings nicht der o.a. Beschreibung, so gibt es z.B. Reisen an schöne Orte. Dies sind eher Phantasiereisen zur Entspannung. Eine schöne Sache aber eher keine Meditation sondern eine tolle Methode zur Entspannung. Meditation ist ein komplett in sich Versinken ohne Ablenkung d.h. ohne Musik, ohne sonstige Ablenkung, allerhöchstens ein wenig Führung durch jemand der die Technik anleitet. Ansonsten absolute Stille.....


Warum ist das nun anstrengend und nicht wirklich leicht oder gar entspannend? Nun wenn man da sitzt, so ganz alleine mit sich passieren meist eher unannehme Dinge:


  • tausend Gedanken vom Míttagessen bis was man in einer Woche alles erledigen sollte, obwohl man doch eigentlich an Licht oder sonstwas denken sollte, die Gedanken schreien einen regelrecht an
  • blöde Gedanken, vom Kollegen welcher einen verärgert hat bis zur Frau beim Bäcker die immer nervt
  • Dinge die ins Bewusstsein kommen, die man verdrängen will
  • Geräusche rundrum selbst leise Geräusche erscheinen plötzlich vollkommen laut, ja nahezu dröhnen sie im Kopf
  • man spürt vielleicht Schmerzen, die man vorher gar nicht wahr genommen hat
  • man bekommt manchmal Herzrasen, Schweißausbrüche und allerlei andere unangenehme Empfindungen


Klingt nicht so entspannt nicht wahr? Also fragt man sich: Warum sollte man sich das bloss antun? Genau deswegen, alles was man so verdrängt kommt nach oben. Klingt wenig ansprechend zunächst aber warum kann das helfen?


  • Man versteht sich mit der Zeit selbst besser, eine Art Erkenntnis setzt ein (aha deshalb bin ich so wütend, traurig, glücklich....)
  • für Dinge, die man versteht kann man ein besseres Verständnis aufbringen
  • Dinge, die ins Bewusstsein kommen kann man verarbeiten und gehen lassen (anstatt, dass diese im Unterbewusstsein rumbrodeln ohne dass man es bemerkt)
  • Man kann Wege suchen um mit Dingen die einem bewusst werden z.B. Dinge die einen stören anderst umzugehen (anstatt immer wieder gleich zu reagieren)


Es lohnt sich also zu meditieren. Auch zu lernen lange zu sitzen um auch Mal länger zu meditieren, noch tiefer einzutauchen in die Meditation.

Man hört ja immer vom gedankenlosen Zustand. Den zu erreichen ist nicht einfach. Man kann nicht auf Befehl einfach aufhören zu denken, es ist also ok wenn Gedanken kommen.


Aber mit der Zeit erlebt man diesen Zustand immer häufiger. Anstrengend bleibt es dennoch, denn die Konzentration muss man aufbringen können so oder so. Das Schöne an der Meditation ist aber nicht die Meditation selbst unbedingt (kann es aber auch sein) sondern das Gefühl danach. Ich jedenfalls fühle mich auf eine Art befreit, energetisiert (trotz Konzentration). Und während der Meditation manchmal tatsächlich für einen kurzen Moment fast gedankenlos (je nach Tagesform). Und es ist meine Erfahrung nach auch egal ob ich die Konzentration an einem Tag gut aufbringen konnte oder nicht. Das Gefühl danach fühlt sich immer gut an selbst wenn meine Gedanken mich an manchen Tagen scheinbar drangsaliert haben.


Ich finde es lohnt sich dran zu bleiben. In dem Sinne vielleicht  sehen wir uns mal auf der Matte....

27. November 2022
Muss ich auf Teufel komm raus jeden Tag üben?
Share by: